Von bekannten Sackgassen...

Die Gestalttherapie ist ein erfahrungs- und körperorientierter Ansatz  der humanistischen Psychotherapie. Sie interessiert sich für die ganzheitliche und gegenwärtige Erfahrung eines Individuums in seiner Umwelt und fragt „Was nehme ich jetzt gerade wahr und wie erlebe ich es in diesem Moment?" Es geht dabei um die Art und Weise, wie wir Kontakt in unserer Umwelt wahrnehmen, herstellen, erleben, wie wir diesen selbst gestalten.

 

Im Vordergrund der gemeinsamen Arbeit geht es darum, ein Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse zu schärfen oder auch erst zu entwickeln. Ein Bedürfnis ist ein Mangelzustand von etwas, das uns fehlt. Es ist gleichzusetzen mit einem Wunsch nach Veränderung. Das kann ein knurrender Magen sein, der mit Nahrung gefüllt werden möchte, wie auch ein rastloser Geist, der sich nach Ruhe sehnt oder unausgesprochene Einsamkeit, die den Kontakt zu seinen Mitmenschen vermisst.

 

​Wie wir ein Bedürfnis entsprechend zufriedenstellen können ist nicht immer leicht zu erkennen. Oft greifen wir auf Handlungen zurück, die uns kurzfristig befriedigen, aber auf Dauer sogar schädigen können (wie z.B. jede Form von Sucht). Oder wir verwenden Werkzeuge, die uns früher hilfreich waren, doch im Laufe der Zeit ihre Funktion verloren haben. Häufig holen wir uns das was wir wollen, aber nicht das, was wir wirklich brauchen. Wir verlieren uns in Ablenkungen - wir sind überall, nur nicht bei uns selbst. 

Der altbekannte Teufelskreis wird weiter ernährt. Verhaltensmuster und Handlung bleiben somit unverändert. Wir geben uns mit Rollen zufrieden, die wir eingenommen bzw. übernommen haben. Erwartungshaltungen und Ansprüche in der Arbeit, in der Familie und in Beziehungen wollen erfüllt werden. Wenn uns das nicht gelingt, verspüren wir Unzufriedenheit, Frustration, Traurigkeit etc. Wir fühlen uns ungerecht behandelt, verteufeln unser Umwelt oder tragen Enttäuschung gegen uns selbst aus. Die Art und Weise, wie wir uns selbst wahrnehmen, beschreibt die Art und Weise, wie wir unsere Umwelt erleben.

 
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...zu neuen Wegen

Meine Aufgabe besteht darin, Sie dabei zu unterstützen - gezielter wahrzunehmen, was Sie brauchen und von dem zu unterscheiden, was Sie nicht brauchen, d.h. wie Sie

Kontakt bewusster zu sich gestalten können. 

 

Kontakt steht hier für jede Art von Erfahrung. In Kontakt mit unseren Bedürfnissen wird es möglich, ihre Nachrichten etwas lauter zu hören, ihre Farben und Formen etwas klarer zu sehen, ihre Würze etwas konkreter zu schmecken und letztendlich ihre Resonanz genauer zu spüren. Die Fähigkeit auf seine Bedürfnisse zu achten ist mit Selbstachtung gleichzusetzen.

In einem geschützten Rahmen erforschen wir gemeinsam:

  • wie Sie in Kontakt mit sich und Ihrer Umwelt treten,

  • was dabei förderlich oder schwierig erlebt wird,

  • was Sie an Unterstützung benötigen, sowie

  • die eigene Wahrnehmung zu schärfen, um

  • den eigenen Bedürfnissen bewusst zu werden

Um sich sicher entfalten zu können, braucht es zuerst einen Boden. Wir schaffen dort Fundament, wo es brüchig geworden ist oder vielleicht nie wirklich eines gab. Mit Hilfe von kreativen Medien können Gefühlsinhalte verstärkt werden bzw. können fehlende Worte neue Ausdrucksmöglichkeiten finden.

 

Ich möchte Sie einladen aus der Fülle ihres Potentials zu schöpfen, um ihr Leben selbstbestimmt und sinnlicher gestalten zu können:

Sie sind der Architekt Ihrer Konstruktionen, der Künstler Ihrer Leinwand, der Dirigent Ihres Orchesters. Ich bin nur die Person, die Sie darauf aufmerksam macht, wie Sie Ihre Instrumente verwenden.

Ramona Krammer, BA.pth

Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision